Apfelblüte vor Frost schützen

Wie meine Apfelblüten vor dem Frost schützen?

Apfelblüte vor Frost schützen

Diese Äpfel habe ich in einem Supermarkt entdeckt. Sie zeigen Frostschäden auf-das aber dem Geschmack nicht schadet

Im Erwerbsanbau ist es oft üblich die Apfelblüten mit einer Sprengleranlage in den Frostnächten vor Frost zu schützen. Diese Methode ist aber sehr aufwändig und kostspielig. Das ist im Hobbyanbau oft nicht möglich. Ein Freund von mir hat sich aber eine kleine, mobile Sprenkleranlage gebaut. Damit bewaffnet und einem Wecker wird er die gefärhlichen Nächte hindurch auf der Lauer liegen. Sobald es unter 0 Grad im Obstgarten hat, muss die Sprenkleranlage angeworfen werden und die ganze Nacht hindurch laufen. Das bedeutet neben viel Zeit und wenig Schlaf auch viel Wasser. Diese Prozedur kann sich dann aber auch schon mal eine Woche oder länger hin ziehen.

Wer das Ganze nicht ganz so wichtig ansieht, so wie ich auch, der kann ein paar Dinge tun um den Frost ab zu mildern.

Einen wirklichen Schutz gibt es beim Hobbyanbau, ausser den oben genannten Sprenklermethode, nicht. Wenn die Temperaturen unter minus 7-8 Grad in der Nacht sinken werden auch die geschlossenen Blüten geschädigt. Man muss sich meiner Meinung nach eben auch immer wieder der Natur beugen und sagten- was solls es ist halb eben so. Dann fällt die Ernte eben mal aus oder ist sehr gering. So war es auch bei mir im Frühjahr 2017. Die Nachtfröste haben die Blüten Ende April sehr stark geschädigt und meine Apfelernte hat sich auf einige wenige Äpfel reduziert. Das war nicht nur in Deutschland so, auch in anderen europäischen Ländern haben die Spätfröste grossen Schaden angerichtet wie zum Beispiel in England.

Mögliche Schutzmaßnahmen vor Frost

Den Rasen untern den Bäumen möglichst kurz halten damit sich die Erde gut unter Tags aufwärmen kann. Dann kann man die Bäume gut wässsern und bewirkt das sich das auftsteigende Kondensat günstig auf die Nachfröste auswirkt.

Habt ihr die Möglichkeit bei Spindel oder Buschbäumen diese mit einem Gartenvlies zu bedecken, so hilft das natürlich auch die Blüten zu schützen.

Wer Apfelbäume in Kübeln oder Töpfen kultiviert, der kann  diese in den Frostnächten vielleicht an eine geschützten Ort oder in ein Gewächshaus bringen und schützt so ebenfalls seine Apfelernte.

Aber trotz aller Maßnahmen kommt es doch immer wieder zu Frostschäden und Ausfällen in der Apfelernte. Äpfel die nach der Befruchtung noch Frost abbekommen haben, erkennt man später daran, dass die Schale an der Kelchseite eine Art ledrige Schale bekommt. Die Äpfel sind deshalb aber weiterhin essbar und der Geschmack ist nach meiner Meinung nach davon nicht beeinträchtigt. Es ist eher ein optischer Fehler der im Erwerbsanbau Nachteile bei der Vermarktung hat. Trotzdem haben es im Winter 2017/2018 Äpfel mit Frostschäden in die Supermarktregale geschafft. Der Grund liegt wohl daran das es zu wenige Äpfel ohne Frostschäden gab und somit auch diese Äpfel eine Chance im Verkauf bekommen haben. Das ist im Einzelhandel nach meiner meiner Meinung wohl eher eine große Ausnahme. Ansonsten sind die Kriterien für die Vermarktung sehr streng und geben sogar den Grad der Rötung des Apfels vor.

Macht euch einfach nicht verrückt beim Thema Frost. Wer sich beim Anpflanzen der Bäume schon Gedanken gemacht hat, kann nicht viel mehr tun als die Daumen zu drücken. Wer kleine Apfelbäume im Garten hat, der kann sich mit Vlies schon so manche Ernte sichern. Aber bei aller Aktivität solltet ihr euch schon  immer auch die Frage nach dem Aufwand stellen. Ich kann und will nicht um jeden Apfel kämpfen. Da ich sowohl Halbstamm Bäume als auch Spalierbäume habe, werde ich beim Thema Frostschutz wie in den letzten Jahren auch, nichts dagegen unternehmen.

Ausser das sich in diesem Jahr Wildbienen zusätzlich um meine Blüten kümmern. Diese fliegen bei geringen Temperaturen als die „normalen“ Honigbienen. Damit erhoffe ich mir eine bessere Apfelernte. Wir werden sehen und ihr könnt es dann im Herbst hier bei mir nachlesen.

Ich wünsche euch viel Erfolg in eurem Obstgarten